Psychotherapeutische Praxis Susanne Schindler



 
Wahrnehmung
Bewegen sich die Linien?
Es handelt sich hier nicht um eine Animation- die Bewegung findet ausschließlich in Ihrem Kopf statt!
Wahrnehmung ist eine der zentralen und wichtigsten Fähigkeiten aller Lebewesen.
Dabei beschreibt Wahrnehmung einen Prozess, bei dem Informationen und Reize aus der Umwelt, aber auch des Körperinneren gesammelt und verarbeitet werden.
Dies kann bewusst und unbewusst geschehen und wird zu subjektiv überzeugenden Gesamteindrücken zusammengeführt.
Die Wahrnehmung der Umwelt bezieht sich dabei auf die Sinne Riechen, Sehen, Hören, Schmecken und Fühlen, wobei ein Sinnes Organ einen Reiz aufnimmt und diesen über Nervenbahnen an das Gehirn weiterleitet.
Dieser sog. Erste Sinneseindruck wird mit bereits vorhandenen Daten (weitere Reize, Erinnerungen usw.) abgeglichen.
So kann z.B. Schrift gesehen und erkannt werden.
Das bedeutet:

Wir sehen nicht nur mit den Augen, sondern mit dem Gehirn.
Wir hören nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem Gehirn.
Ein verschwindend kleiner Teil dessen was wir mit den Augen sehen dringt in unser Bewusstsein vor, aber gerade die unbewusst bleibenden Prozesse bestimmen mit, was wir letztendlich wahrnehmen.
(Burkhart Fischer, 2003)

Störungen der verschiedenen Sinnesverarbeitungen können sich durch verfälschte Wahrnehmungen zeigen; oft vom HNO oder Augenarzt nicht erkennbar können oftmals lange Leidenswege der Kinder mitunter bis ins Erwachsenenleben hinein nach sich ziehen.
Störungen auf diesen Ebenen, können zu Problemen in der Schule führen. So haben ein Großteil der betroffenen Kinder Lese-Rechtschreibprobleme sowie Probleme im Rechnen.

Störungen sichtbar beim Rechnen:
Das Kind macht häufig „Zahlendreher“, rechnet zählend (Zuhilfenahme der Finger), hat Probleme mit dem Zehnerübergang, kann sich Mengen nicht vorstellen, usw.

Störungen sichtbar beim Schreiben:
Das Kind hat ein unregelmäßiges, meist breites Schriftbild, kann die Zeile nicht einhalten, zeigt bei längerem Schreiben ein zunehmend schlechteres Schriftbild und die Anzahl der Rechtschreibfehler nimmt zu, schreibt ein und dasselbe Wort im gleichen Diktat auf mehrere verschiedene Arten, usw.

Störungen sichtbar beim Lesen:
Das Kind liest stockend, unsicher oder sehr schnell, aber flüchtig, rutscht aus der Zeile, lässt Buchstaben und Endungen weg, verwechselt ähnliche oder spiegelbildliche Buchstaben, z.B. m – n, b – p, p – q, überspringt kurze Zwischenwörter, liest sehr ungern und findet Lesen anstrengend, usw.

Erleichterung kann erfolgen durch eine ausführliche Diagnostik in unserem Blicklabor.
Dabei wird die Grundlage der Auffälligkeiten herausgefunden.
Anhand geeigneter und auf die Auffälligkeiten zugeschnittene Trainingsgeräte kann die Wahrnehmung deutlich verbessert werden.